Gemeinsam erinnert es sich schöner

Über Geschichte und Geschichten "von froier" schwätzt, schmunzelt und diskutiert bereits seit 2004 eine Gruppe Linneser Frauen. Den Dorfalltag aus ihrer Sicht zu dokumentieren, geht auf eine Idee der Gießener Frauenbeauftragten Ursula Passarge zurück. Zusammen mit Stadtarchivar Dr. Ludwig Brake und seiner Mitarbeiterin Conny Claes trug sie das Projekt an Dagmar Hinterlang vom Linneser Backschießer heran, die die Moderation der lebhaften Runde übernahm. Aus den monatlichen Treffen zu immer abwechselnden Themen (vom "Waschtag" bis zum "Gang ins Backhaus") sind mittlerweile vier Bücher hervorgegangen.

 

Linneser FrauenGeschichte(n)

  • Buch 1: Was könnt' man schreiben..., Buch und Bibel!
  • Buch 2: Der Lorbeerduft in Omas Küche
  • Buch 3: Immer noch ... Linneser FrauenGeschichte(n)
  • Buch 4: Was heißt denn 'Heimweh' auf Japanisch?
Buch 1: Was könnt' man schreiben..., Buch und Bibel!
Buch 2: Der Lorbeerduft in Omas Küche
Buch 3: Immer noch ... Linneser FrauenGeschichte(n)
Buch 4: Was heißt denn 'Heimweh' auf Japanisch?

Ist Ihr Interesse geweckt? Mehr Infos zu den Büchern und zur Bestellmöglichkeit bei Dagmar Hinterlang, Tel.: 0641-25425.

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2022



09. Februar 2022

Linneser Frauen auf Entdeckungstour im Museum

Ein grünes Ungetüm steht auf einem der Tische im Netanya-Saal. Ist es ein Schnellkochtopf? Der Deckel des Eimer ähnlichen Teils sieht jedenfalls aus, als ob es Druck aushalten muss. Dr. Julia Schopferer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Oberhessischen Museums, klärt auf: Es handelt sich um ein frühes Staubsaugermodell, das unter dem Markennamen „Protos“ von der Firma Siemens vertrieben wurde. Im Rahmen eines Erzählcafés begaben sich die Linneser Frauen auf eine Entdeckungsreise. Schopferer und Dagmar Hinterlang hatten etliche Gegenstände aus dem Depot geholt, die nun einer näheren Betrachtung unterzogen wurden.

  

Entdeckungstour im Museum

Ein Griffelkasten, geeignet auch für Federhalter und Federn, war schnell identifiziert. Ein Rührer konnte der Herstellung von Butter zugeordnet werden. Nicht klar war die Verwendung eines farblich verzierten Bretts. Alle dazu angestellten Überlegungen, ob zu einer Verwendung beim Backen oder beim Flachs brechen, wurden sogleich wieder verworfen. Besonders spannend war ein Teller, den die älteste Besucherin, die 98-jährige Linneserin Else Jung, ins Museum mitgebracht hatte. Der Teller gehörte einst ihrem Großvater. Dank Internet ließ sich dessen Herkunft ermitteln – eine Manufaktur im sachsen-anhaltinischen Annaburg. Spannend auch die Betrachtung eines Goldrandgeschirrs mit der Kennzeichnung „KPM“. Anders als vermutet, stammte es nicht aus königlich-preußischer Manufaktur, sondern von der Krister Porzellan-Manufaktur, die ihren Sitz in Niederschlesien hatte. Museumsmitarbeiterin Ines Scheurmann konnte nähere Informationen dazu liefern. Als Rahmen für das Erzählcafé hatte Dagmar Hinterlang sich das Thema Hochzeitsfeiern und Feste ausgesucht. Ausgehend von dem Gemälde „Margarethe Helm“, das im 1. OG des Museums einen Blickfang bietet, und unter Verwendung sowohl des Goldrandgeschirrs als auch einer eindrucksvollen Suppenterrine, ließen sich Tischsitten und Gebräuche aus unterschiedlichen Jahrzehnten nachvollziehen.

Foto und Video: Ana María Kühle


26. Januar 2022

Linneser Frauen unterwegs

Geimpft, geboostert und zum Teil zusätzlich noch getestet – so trafen sich die Linneser Frauen zu einem Spaziergang nach Allendorf. Start war an der Kleinlindener Kirche. Über die „Holzburg“ ging es zur Gastwirtschaft „El Greco“ im Allendorfer Sport- und Kulturzentrum. Gastwirtin Tanja verwöhnte die Gäste mit kroatischer Herzlichkeit und griechischen Speisen. Die Gespräche der kleinen, internationalen Runde der Linneser Frauen – vertreten waren Deutschland, Chile und die Philippinen – drehten sich um unterschiedliche Essgewohnheiten und Benimmregeln bei Tisch. Außerdem ging es um die künftigen Aktivitäten.

 

Linneser Frauen beim Spazieren
Linneser Frauen beim Spazieren
Linneser Frauen beim Essen
Linneser Frauen beim Essen

 Fotos & Video: Celia Velarde-Münster und Dagmar Hinterlang

 

 

Nächster Termin ist ein Besuch des Oberhessischen Museums (09.02.). Das Treffen am 21. Februar fällt aus.

 

Im März (21.03.) soll, sofern die Pandemielage es erlaubt, die äthiopische Kaffeezeremonie bei Mezgebe Tafse nachgeholt werden.

 

Der April steht unter dem Stichwort Naturschutz und Nachhaltigkeit. Schafhalterin Christiane Janetzky-Klein wird uns über ihre Arbeit mit den Tieren berichten.

 

Herzliche Einladung zu allen Terminen!

Nähere Informationen folgen.


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Den letzten Backschießer

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